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CDU sagt eindeutig Ja zur Droste-Stiftung

Quelle: www.wn-online.de

Thomas Sternberg (l.) und Karl-Josef Laumann: „Die CDU steht geschlossen hinter dem Projekt.“ Foto:

Thomas Sternberg (l.) und Karl-Josef Laumann: „Die CDU steht geschlossen hinter dem Projekt.“ Foto:
(Jürgen Peperhowe)



Münster – Unstimmigkeiten oder gar ein Wackeln aufseiten der CDU in Sachen Droste-Stiftung? Nein, nein, selbstredend nicht. Das noch einmal zu betonen war dem münsterischen CDU-Landtagsabgeordneten Prof. Thomas Sternberg wichtig – nachdem andere in den vergangenen Tagen anderes be­richtet hatten. Rückendeckung erhielt er dabei von weiter oben: Karl-Josef Laumann, CDU-Fraktionschef im Düsseldorfer Landtag, betonte: „Die CDU steht geschlossen hinter dem Projekt.“ Das war durchaus ein Satz mit Basta-Wirkung, auch nach innen.

Worum es geht? Die geplante Stiftung soll den Erhalt von Burg Hülshoff, dem Geburtsort der Annette von Droste-Hülshoff, sichern und den bedeutsamen Ort bei Münster weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich halten. Erreicht werden soll das über ei­ne noch zu gründende Stiftung, die mit bis zu 15 Millionen Euro ausgestattet werden soll. Vier Millionen Euro zahle das Land, hatte Jürgen Rüttgers seinerzeit als Ministerpräsidenten gesagt. Zusätzliche vier Millionen Euro will der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) beisteuern.

Wie berichtet, war die Stiftung unlängst Thema im Kulturausschuss des Landtages. Ministerin Ute Schäfer (SPD) hatte dort erklärt, den zugesagten Landesanteil im Nachtragshaushalt unterbringen zu wollen. Nur sei, so sagte Sternberg, „die Vorlage nicht eindeutig gewesen“, darum habe die CDU nachgefragt. Andere hingegen berichten, die CDU habe mit Nein gedroht. Wie dem auch sei: Nach Laumanns Diktum ist die Sache jetzt klar.

Als Wackelkandidat, so ist Sternbergs Eindruck, stehe im Moment jedoch der LWL da. Der hatte überraschend ein zusätzliches Gutachten zur Burg angekündigt. Der kommunale Spitzenverband reagierte gestern prompt: „Wir stehen natürlich zu unserer Zusage“, sagte Landesdirektor Dr. Wolfgang Kirsch.

Eine Frage gibt es in diesem Kontext jedoch noch, die ist nicht eindeutig beantwortet. Nach der Rüttgers-Zusage im Mai 2009 sei in der Staatskanzlei alles zu Regelnde ordentlich hinterlegt worden, sagte Sternberg. „Das stimmt definitiv nicht“, hält die Sprecherin des NRW-Kul­tur­mi­nis­te­ri­ums, Stephanie Paeleke-Kuhlmann gegen. „Wir hatten nur die Zusage, mehr nicht.“