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Laumann fordert regionalen Konsens

Quelle: www.borkenerzeitung.de

Landespolitiker Karl-Josef Laumann (rechts) mit Diana Brömmel, Clemens Tünte und Josef Nattefort (von links).

Landespolitiker Karl-Josef Laumann (rechts) mit Diana Brömmel, Clemens Tünte und Josef Nattefort (von links).
(Foto: Bosse)



Raesfeld (bos). „Wir brauchen in einer Gesellschaft auch Wertschöpfung. Das Problem ist aber, dass die Menschen immer kritischer gegenüber großen industriellen Anlagen werden“, so der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Josef Laumann, in seiner Rede am Dienstagabend im Saal Epping im Rahmen der Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbands Raesfeld-Erle.

Vorsitzende Diana Brömmel ließ das vergangene Jahr Revue passieren. Im Mittelpunkt standen nicht nur die Landtags- und die Kommunalwahlen, sondern auch die Europaparlamentswahlen sowie die Wahl des Bürgermeisters. „Gegenwärtig hat der Gemeindeverband 195 Mitglieder – 62 weibliche und 133 männliche Mitglieder. Nach wie vor haben wir starken Nachwuchsbedarf, gerade an jüngeren Mitgliedern“, so Diana Brömmel. Sie ehrte drei langjährige Parteimitglieder. Clemens Tünte (seit 50 Jahren dabei) und Josef Nattefort sowie in Abwesenheit Norbert Böckenhoff (jeweils 40 Jahre in der CDU). Schwerpunkte der Rede Laumanns an diesem Abend waren die Themen Bildung, Wirtschaft, Kommunalfinanzen – und die Frage: Wie geht es zukünftig weiter in NRW? In den nächsten zehn Jahren gingen sehr viele Menschen aus den geburtsstarken Jahrgängen 1955 bis 1965 in den Ruhestand. „Wie sollen wir in den nächsten zehn Jahren diese Aufgabe schultern?“, fragte Laumann. Aus diesem Grund könne auch die Schulpolitik nicht so bleiben. Erstens gebe es dann ein Drittel weniger Schüler, und in einer solchen Situation hätten viele Gemeinden Angst und fürchteten einen Attraktivitätsverlust. Eine Schulplanung funktioniere dann „nur in regionalem Konsens“, betonte Laumann. Das heiße, dass Schulkannibalismus – „Hauptsache wir haben eine Schule“ – zukünftig nicht funktionieren werde, erklärte Laumann. Er sprach sich strikt gegen die Pläne der NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft aus. „Mit Ideologie kommen wir nicht weiter. Auch nicht mit gemeinsamen Lernen in der fünften und sechsten Klasse aus Gesellschaftsgründen. Sondern wir müssen darüber nachdenken – nicht wie wir gemeinsam lernen, sondern wie wir Zuwandererkinder schon im Vorschulalter Bildung vermitteln, sodass sie ein fundiertes Wissen anschließend mit in die Schule bringen“, fügte der Politiker hinzu.

Anschließend diskutierten die CDU-Mitglieder mit den zahlreichen Gästen über die einzelnen politischen Ansichten Laumanns.