Suche
Suche Menü

Wirtschaftstreffen: Frühstücksrunde mit Minister

Quelle: www.grevenerzeitung.de

SAERBECK Die CDU hatte zum Wirtschaftsgespräch mit Karl-Josef Laumann, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag, ins Bürgerhauses geladen – und zeigte sich mit der Resonanz einer launigen Diskussion sehr zufrieden. Ein paar kleinere Problemchen wurden dann aber doch noch angesprochen.

„Hier in Saerbeck gibt es eigentlich nicht viele Probleme“, ließ sich ein bestens gelaunter Karl-Josef Laumann am Ende eines ausgiebigen Frühstücks entlocken.

Die CDU hatte zum Wirtschaftsgespräch in lockerer Atmosphäre des Bürgerhauses geladen – und zeigte sich mit der Resonanz wie auch den Ergebnissen einer launigen Diskussion sehr zufrieden. Zugegeben, ein paar kleinere Problemchen wurden dann doch angesprochen. Da wäre beispielsweise die Nordumgehung, die zwischen kaltem Orangensaft und Käsestulle zum Streitfall wurde.

Unterschiedliche Meinungen

Die Diskussion hielt sich zwar im Rahmen; was Laumann (CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag) aber mitnehmen konnte: Es gibt durchaus und nach wie vor unterschiedliche Meinungen in Saerbeck zur Notwendigkeit. Laumann erinnerte, dass die hiesige Infrastruktur „beneidenswert gut“ – der erste Bauabschnitt bis zur Riesenbecker Straße allerdings auch zu realisieren sei.

Rückendeckung gab es da von Bürgermeister Wilfried Roos, mit dem Laumann „intern bereits einiges dazu besprochen habe“. Die Trassenfindung werde noch dieses Jahr abgeschlossen, danach wolle man weitersehen.

Angeregte Diskussion

CDU-Vorsitzende Annegret Raffel, die zum Wirtschaftsfrühstück geladen hatte, konnte sich ob der angeregten Diskussion nicht beklagen, obgleich sie zuweilen kaum noch dazwischen kam. „Aber das war ja auch so geplant“, sagte sie.

„Wir wollen den guten Draht nach Düsseldorf ja halten.“ Ziel erfüllt: Die 25 Gäste aus Bürger- und Wirtschaft bekamen eine Menge zu hören. Laumann plauderte reichlich aus dem Nähkästchen, riss die „katastrophale Finanzlage der öffentlichen Hand“ an, sah „keinerlei Spielräume für Steuersenkungen“ und glaubt, dass in Energiefragen noch „zu viele Wolkenkuckucksheime gebaut werden“.

„Arbeitsmarkt braucht keine Zuwanderung“

Er gab deutlich zu Protokoll, dass „der Arbeitsmarkt zur Zeit keine Zuwanderung braucht“ und „es auch keinen Fachkräftemangel“ gebe. Ein Punkt, dem die Kleinunternehmer vor Ort zumindest in Teilen widersprechen wollten. Groß sei der Mangel an lokalen Azubis, kaum ein Mitarbeiter käme noch aus dem Ort, bemängelte da Georg Liesenkötter. „Saerbeck hat jedes Jahr 80 Geburten“, antwortete Laumann provokant, „die müssen Sie als Azubis kriegen, so einfach ist das.“

Fehlt der Jugend die Einstellung?

Auf die Anmerkung, der Jugend würde die Einstellung fehlen, sagte er: „Die deutsche Wirtschaft ist verwöhnt. Ich finde, Unternehmen sollten auch Schwächere zur Gesellenprüfung bringen. Man kriegt die allermeisten hin.“ In Saerbeck zumindest traf er damit den Nerv der Frühstücksrunde. „Er spricht Tacheles und ist halt einer von uns“, zogen die Anwesenden ein ordentliches Resümee.