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Emsdetten hilft Haiti: Malteser zeichnen engagierte Unterstützer aus

Quelle: Emsdettener Volkszeitung

EMSDETTEN Überschwemmungen in Pakistan, Katastrophe in Brandenburg, Erdbeben in Chile – ein Unglück jagt derzeit das nächste. Wer denkt da noch an das große Erdbeben auf Haiti im Januar dieses Jahres? Einfache Antwort: Die von den Malteser ins Leben gerufene Aktion „Emsdetten hilft Haiti“. 

Rudolf Walbaum, Vorsitzender der Malteser Emsdetten, bedankt sich bei Karl-Josef Laumann.

EV-Foto Vossenberg  

 

„Vielleicht war unser Ziel, einen Euro pro Einwohner der Stadt zu sammeln etwas hochgestochen, aber jetzt auf halber Strecke stehenzubleiben wäre auch falsch“, betont der Vorsitzende der Malteser Emsdetten Rudolf Walbaum beim Dankeschönabend für die verdienten Helfer der Aktion am Mittwoch.

Die Malter luden zur gemütlichen Runden in das Malteserzentrum, um fünf besondere Helfer der Aktion vom Malteser Ritterorden in Rom zu ehren: Einen Orden erhalten haben Karl Josef Laumann (ehemaliger Landes-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales), Dirk Brügge (Erster Beigeordneter der Stadt), Christoph Dehn, Markus Bisping, Marcel Schlüter und Sebastian Barkemeyer (Gruppenleiter der Malteser Jugend).

Bisher 18.000 Euro gesammelt

18.000 Euro sind bei der Aktion bisher zusammengekommen, die Hälfte also des gewünschten Ergebnisses. Verschiedene Aktionen haben das Geld zusammengetragen: Von der langen Nacht in elf Gaststätten über den Hausarbeitstag mit Schulkindern oder das Sammeln an Karneval. Was mit dem Geld bisher gemacht wurde beschrieb Urs Middendorf: „In der ersten Phase der Nothilfe haben wir uns auf die Verteilung von Planen und Hygiene-Sets konzentriert.“

Weiter ging es mit der Arbeit im Bereich Gesundheit, Gesundheitspersonal müsse geschult, die Mutter-Kind Gesundheit verbessert werden: „Die Kinder- und Müttersterblichkeitsraten liegen weit über dem Durchschnitt“, betont Middendorf.

Das Geld fehlt

Auch im Bereich Schule und Ausbildung müsse gearbeitet werden, erst durch das Bereitstellen von Schulzelten und anschließend mit dem Bau von Schulen. „Insgesamt muss Hilfe zur Selbsthilfe gegeben werden“, wird klargestellt. Aber: Dafür fehle immer noch Geld.

Bescheiden gaben sich alle Geehrten, gefreut haben sie sich allerdings auch. Einig waren sie aber in dem Punkt, dass immer noch Hilfe nötig sei: „Wir dürfen Haiti nicht vergessen!“