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CDA fordert zum morgigen Welttag gegen Kinderarbeit:

Quelle: www.cda-bund.de

„Bund, Länder und Kommunen müssen Produkte aus Kinderarbeit verbannen!“

„Dort, wo es noch nicht gelungen ist, werden wir weiter Bund, Länder und Kommunen auffordern, Einfluss auf das öffentliche Beschaffungswesen zu nehmen und keine Produkte aus Kinderarbeit zu kaufen. Es muss sichergestellt werden, dass in öffentlichen Gebäuden keine Lebensmittel, keine Berufsbekleidung oder Steine Platz finden, die von Kinderhänden hergestellt wurden“, kündigt Karl-Josef Laumann, der Bundesvorsitzende der CDA Deutschlands an. Egal ob Pflastersteine auf öffentlichen Plätzen oder der Kaffee, der während der Sitzungen getrunken wird – nichts dürfe mehr aus Kinderarbeit stammen.

„Die CDA stellt die Würde des Einzelnen in den Mittelpunkt. Deshalb ist es auch ihre Aufgabe, den Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit weltweit aufzunehmen“, forderte Laumann mit Blick auf den morgigen Welttag gegen Kinderarbeit.

Der Welttag gegen Kinderarbeit wurde 2002 von der Internationalen Arbeitsorganisation ILO eingeführt. An diesem Tag finden rund um den Globus in über 60 Ländern verschiedenste Aktionen statt, um dem von der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen ILO erklärten Ziel, die schlimmsten Formen von Kinderarbeit bis 2016 zu eliminieren, ein Stück näher zu kommen. Das Thema des diesjährigen Welttags gegen Kinderarbeit lautet ganz im Sinne dieses Ziels und der zeitgleich stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft „Go for the Goal-end Child Labour“.

Auch heute besteht in vielen Staaten der Erde die schlimmsten Formen der Kinderarbeit. Nach Schätzung der ILO müssen weltweit immer noch 165 Millionen Kinder zwischen 5 und 14 Jahren unter ausbeuterischen und sklavenähnlichen Bedingungen arbeiten. Dies beeinträchtigt ihre physische und psychische Entwicklung in erheblichem Maße. Es ist daher die humanitäre Verpflichtung aller, mit möglichen Maßnahmen dazu beizutragen, die Ursachen der Kinderarbeit international zu bekämpfen. Globale Veränderungen bräuchten und gesellschaftliche Maßnahmen zur sozialen Abfederung. Die CDA trete dafür ein – bundesweit und in jeder einzelnen Stadt und Gemeinde.

Die CDA konnte mit ihrem Engagement schon erste Erfolge verbuchen. Beispielsweise gibt es in Nordrhein-Westfalen auf Berteiben der CDA-Bundesvorsitzen und nordrhein-westfälischen Arbeitsministers Karl-Josef Laumann einen Runderlass zur Selbstbindung der Landesregierung bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen. „Ich hoffe, dass sich auch die Kommunen und Kommunalverbände bei unserem Vorgehen gegen Kinderarbeit anschließen und den Erlass ebenfalls anwenden“, sagte Laumann. Der Runderlass setzt darauf, dass ein Bieter bereits bei der Eignungsprüfung zu belegen hat, dass er wissentlich keine Produkte, die mit Kinderarbeit hergestellt wurden, im Rahmen eines Vergabe-Verfahrens anbietet. Hierbei wird unter anderem auf die Zertifizierung von Natursteinen gesetzt. „Wir machen uns dafür stark, dass auf unseren Friedhöfen keine Steine aufgestellt werden, die beispielsweise in Indien von Kinderhänden hergestellt wurden“, sagte Laumann. „Ich habe dort die Steinbrüche gesehen, in denen die Kinder unter erbarmungswürdigen Umständen mit primitiven Werkzeugen die Steine bearbeiten müssen.“

Auch die Konsumenten fordert Karl-Josef Laumann auf, beim Einkauf darauf zu achten, dass Kinder nicht an der Herstellung der Produkte mitgewirkt haben: „Mit unserem Verbraucherverhalten können wir Zeichen setzen und Kinderarbeit ächten. Es gibt Zertifikate, die dem Verbraucher bescheinigen, hier steckt keine Kinderarbeit drin“, so Laumann.

Mehr zu den Aktivitäten der CDA gegen ausbeuterische Kinderarbeit auf
www.cda-gegen-kinderarbeit.de