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Karl-Josef Laumann: „Haben lange für diese Neuregelung gekämpft“

Quelle: www.cda-bund.de

 – Grundgesetzänderung zur Jobcenter Reform im Bundestag

„Heute ist ein guter Tag für die rund 6,7 Millionen betroffenen Menschen und die rund 3,5 Millionen Bedarfsgemeinschaften in Deutschland: Sie werden weiterhin Leistungen aus einer Hand bekommen. Die Grundgesetzänderung ist der richtige Weg. Wir schaffen damit endlich die dauerhafte Grundlage für eine gute Betreuung und Vermittlung lang-zeitarbeitsloser Menschen, für die wir in Nordrhein-Westfalen lange gekämpft haben“, erklärte der CDA-Bundesvorsitzende und nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann heute im Plenum des Deutschen Bundestages.

In der Debatte ging es um die geplante Grundgesetzänderung zur Absicherung der Arbeitsgemeinschaften und der Arbeit der zugelassenen kommunalen Träger sowie der Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Organisation der Grundsicherung für Arbeitssuchende. „Endlich ist der Weg frei für eine einvernehmliche Lösung von Bundesrat und Bundestag. Wir haben uns in Nordrhein-Westfalen für diese Lösung bereits seit 2008 eingesetzt. Ein Chaos mit verschiedenen Zuständigkeiten wird damit vermieden“, sagte Laumann. „Besonders erfreulich ist auch, dass die bisherigen 69 Optionskommunen weiterarbeiten können und noch 41 neu hinzukommen sollen.“

„Jetzt bieten wir allen Beteiligten Rechtsicherheit und Kontinuität bei einer gelungenen Weiterentwicklung der gesetzlichen Vorgaben zur Verwaltungsorganisation“, erklärte der CDA-Bundesvorsitzende. Neben einer unbürokratischen Sicherung des Lebensunterhalts bedeute dies eine verbesserte Integration in Arbeit durch die künftig gesetzlich vorgegebenen Betreuungsschlüssel von 1:75 für unter 25-Jährige und von 1:150 für über 25-Jährige. „Beide Leistungsbereiche gehören untrennbar zusammen. Denn es ist unser Ziel, arbeitslose Menschen zu aktivieren und aus der Langzeitarbeitslosigkeit herauszuholen“, sagte Laumann.

„Gleichzeitig stärkt das Gesetz die lokale Ebene: Alle wichtigen Entscheidungen, beispielsweise über Organisation, Personal und auch örtliche Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramme, trifft die lokale Trägerversammlung“, so Laumann. So ist ein örtlicher Beirat, wie er bereits jetzt schon bei vielen Arbeitsgemeinschaften besteht, nach der Neuregelung vorgeschrieben.

Deutlichen Korrekturbedarf mahnte Laumann bei der Bundesbeteiligung an den Kosten der Unterkunft an: „Wir haben jetzt Mai, bald ist die erste Jahreshälfte 2010 vorüber, ohne dass es für die nordrhein-westfälischen Kommunen eine Perspektive für eine sachgerechte Bemessung der Bundesbeteiligung gibt. Die 23 Prozent Bundesbeteiligung führen in Nordrhein-Westfalen zu keiner Entlastung. Tatsächlich verbleibt in diesem Jahr aber eine erhebliche Belastung!“

„Die Neuorganisation der Verwaltungsstrukturen im SGB II darf nicht zu einer weiteren Belastung der kommunalen Haushalte führen. Im Gegenteil, die Kommunen brauchen endlich finanzielle Planungssicherheit. Dazu gehört eine deutliche Anhebung der Bundesbeteiligung an den kommunalen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, die sich an den tatsächlichen Ausgaben für diese Leistungen orientiert“, sagte Laumann