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Minister Laumann lobt das deutsche Sozialnetz

Quelle: Münsterländische Volkszeitung

„Gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben“ - das ist das Ziel dieser Menschen.

„Gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben“ – das ist das Ziel dieser Menschen.
(Rpreger)



Rheine. „Die Aktion soll den Menschen die Augen öffnen“, sagte Stefan Gude, Sprecher des Caritasverbandes Rheine.

Um ein Zeichen zu setzen, trafen sich zahlreiche Menschen gestern auf dem Borneplatz. Ein Gruppenfoto ist dabei entstanden, um die Verschiedenheit im Gemeinsamen auszudrücken. Eingeladen war jeder, der sich mit dieser Aktion verbunden fühlt.

Inklusion heißt das Stichwort: Es steht dafür, dass behinderte Menschen von Beginn an am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Die Behindertenhilfe hat diese Aktion ins Leben gerufen.

„Wir treten für eine Gesellschaft ein, in der jeder einen Platz hat“, sagte Caritasdirektorin Irene Reddmann. „Die Inklusion geht viel weiter als Integration. Jeder gehört von Anfang an dazu“ – und genau dies soll das Foto vermitteln.

„In Rheine können wir sehr stolz auf ein gutes Miteinander sein“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Helmes.

„Es gibt viele Sorgen“, machte NRW-Minister Karl-Josef Laumann deutlich. Als Arbeitsminister habe er große Probleme, Arbeitsplätze für Behinderte zu schaffen. Die Emstorwerkstätten in Rheine seien allerdings sehr verlässlich. „Dort behalten Behinderte ihren notwendigen Schutz.“

Weiter erläuterte Laumann, dass man beim Thema „Arbeitsplätze für Behinderte“ Integration und Schutz der Behinderten abwägen müsse. Er sei überzeugt, dass freie Parlamente dafür sorgen, dass es Behinderten gut geht. Demokratie sei gut für Behinderte. Deutschland habe im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ein gutes Sozialnetz.

Zum Schluss richtete Laumann sein Wort an alle Helfer in Behinderteneinrichtungen: „Solche Menschen sind die Gesichter unseres Sozialstaates.“

VON ALISA KLASSEN