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Kämpferischer Rüttgers bei Wahlkampf-Endspurt in Münster

Quelle: Westfälische Nachrichten

Münster – Endspurt im Wahlkampf: Ministerpräsident Jürgen Rüttgers zeigt sich am Mittwochnachmittag in Münster kämpferisch. „Wir stehen in dem Bewusstsein, dass wir in fünf Jahren gute Arbeit geleistet haben“, sagt der CDU-Politiker vor schätzungsweise 400 Menschen vor dem Stadthaus 1.

Neben Rüttergers auf der Bühen stehen im strahlenden Sonnenschein die Landtagskandidaten der Münsterland-CDU, angeführt vom amtierenden Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann. Wie später Rüttgers warnt auch Laumann vor „rot-rot-grünen Abenteuern“.

An seiner Leistungsbilanz will der NRW-Regierungschef keinen Zweifel aufkommen lassen: 8000 neue Lehrer-Stellen, Ende des Jahres 100.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren und 200.000 sozialversicherungspflichtige Jobs mehr seit Regierungsantritt – „und das mitten in der Krise“.

Dann kommt der Arbeiterführer Rüttgers: Schonvermögen erhöhen, bessere Hinzuverdienstmöglichkeiten für diejenigen, die arbeiten wollen. „Leistung muss sich lohnen.“ Und Griechenland? „Kein Blankoscheck“, betont Rüttgers. Zugleich ist das fast bankrotte Land für den CDU-Politiker Mahnung: „Griechenland zeigt, man kann nicht immer auf Dauer Schulden machen.“

30 Minuten gibt sich Rüttgers engagiert, teils kämpferisch. Die SPD greift Rüttgers wegen ihrer mangelnden Distanz zu den Linken an: „Schade, dass die SPD den Konsens der Demokraten aufgekündigt hat, gemeinsam gegen Radikale und Extremisten zu kämpfen.“ Seinen Auftritt schließt er mit einer Warnung vor der Linkspartei: „Wir brauchen die Linken in NRW nicht, die haben schon einmal einen deutschen Staat ruiniert.“

Es sind weniger als 100 Stunden bis zur Schließung der Wahllokale, als Jürgen Rüttgers zum nächsten Termin aufbricht.