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Appell: Geht wählen

Quelle: Westfälische Nachrichten

Die CDU-Landtagskandidaten des Kreises Steinfurt mit der thüringischen Ministerpräsidentin (von links): Wilfried Grunendahl, Christine Lieberknecht, Christina Schulze Föcking und Karl-Josef Laumann. Foto:

Die CDU-Landtagskandidaten des Kreises Steinfurt mit der thüringischen Ministerpräsidentin (von links): Wilfried Grunendahl, Christine Lieberknecht, Christina Schulze Föcking und Karl-Josef Laumann. Foto:
(Detlef Dowidat)



Lengerich – Endspurt im Wahlkampf. Das wird am Montagabend sehr deutlich bei der Abschlusskundgebung der thüringischen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht im gut gefüllten Saal des Hauses Werlemann. Im Beisein der CDU-Landtagskandidaten des Kreises Steinfurt, Christina Schulze Föcking, Karl-Josef Laumann und Wilfried Grunendahl, zielte alles auf Die Linke. „Bewahren sie Nordrhein-Westfalen vor Rot-Rot-Grün. Das bedeutet Blockadepolitik. Die können wir im Bund nicht gebrauchen“, gab sich Lieberknecht kämpferisch.

Nach dem sich die Ministerpräsidentin am Nachmittag noch als zahmer Polit-Tiger erwies und sich für soziale Einrichtungen in der Stadt interessierte (die WN berichtete), ging es am Abend vor zumeist CDU-Klientel heftiger zur Sache. „Ich bin gern hier, um für Wilfried Grunendahl zu kämpfen, einem Mann mit großer wirtschaftlicher Kompetenz. Aber ich bin auch hier, um deutlich zu machen: Es geht am 9. Mai um Deutschland“, rief sie den Besuchern zu.

Kein gutes Haar ließ die Ministerpräsidentin an der Partei Die Linken: „Sie haben nichts gelernt aus der Geschichte, sie haben nichts im Parlament und in einer Regierung zu suchen.“ Sie selber habe die DDR erlebt mit den Menschen verachtenden Machtgebaren der SED. „So etwas darf nie wieder geschehen“, bemerkte Lieberknecht. Der Wille der Menschheit sei die Deutsche Einheit, die Freiheit und die Wiedervereinigung gewesen. Dafür brachte sie eine Reihe von Beispielen. Lang anhaltender Beifall brandete ihr entgegen, als sie forderte: „Damit die Erfolgsgeschichte Thüringens weiter geht, brauchen wir ein starkes Nordrhein-Westfalen“.

Kämpferisch zeigte sich auch der amtierende Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann, der im Wahlreis Steinfurt 2, zu dem Ladbergen zählt, kandidiert. „Wir haben keine Wunder vollbracht, aber solide Arbeit“, blickte er auf die zurückliegende Legislaturperiode zurück. Und mit blickt auf den Wahlsonntag meinte er: „Wir müssen alles tun, damit es eine starke CDU gibt und sich die Frage nach Rot-Rot-Grün erst gar nicht stellt“. Er forderte die Versammelten auf, im eigenen Umfeld zu werben: „Sie brauchen die Familie jetzt nicht zu einer politikfreien Zone zu machen“.

Für den hiesigen Landtagskandidaten Wilfried Grunendahl gibt es für seine zukünftige Arbeit eine klare Maxime: „Die Leistungsfähigkeit der Kommunen muss erhalten bleiben. Der Bund muss verpflichtet werden, sich an den Sozialkosten der Städte und Gemeinden zu beteiligen.“

Alle Redner appellierten, in großer Zahl zur Wahl zu gehen, um für stabile Mehrheitsverhältnis zu sorgen.

VON DETLEF DOWIDAT, LENGERICH