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Krankenhaus spart Energie

Quelle: Westfälische Nachrichten

Das Grevener Maria-Josef-Hospital baut ein Blockheizkraftwerk. Bezahlt wird es mit Sonderfördermitteln aus dem Konjunkturprogramm II.Foto:

Das Grevener Maria-Josef-Hospital baut ein Blockheizkraftwerk. Bezahlt wird es mit Sonderfördermitteln aus dem Konjunkturprogramm II.Foto:
(Gunnar A. Pier)



Greven/Steinfurt – Der Energiebedarf von Krankenhäusern ist nicht gerade gering. Damit die Energie möglichst effektiv erzeugt wird, bekommt das Grevener Maria-Josef-Hospital ein Blockheizkraftwerk. Dies teilt die Christliche Krankenhausträger GmbH (CKT) mit. Anlass war am vergangenen Freitag der Besuch des Ministers für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann, beim Marienhospital Steinfurt. Dort erkundigte er sich über die Verwendung von Sonderfördermitteln aus dem Konjunkturprogramm II.

Auf der Grundlage des Konjunkturprogramms II hat das Land NRW im vergangenen Jahr auch Mittel für die Krankenhäuser zur Verfügung gestellt. Insgesamt konnten die Krankenhäuser nach einem festgelegten Verteilerschlüssel 170 Millionen Euro im Rahmen des Investitionsförderungsgesetzes abrufen.

Im Kreis Steinfurt haben die drei Krankenhäuser der CKT auf diesem Weg insgesamt fast 944000 Euro außerplanmäßige Fördermittel durch das Land NRW erhalten. Das Grevener Maria-Josef-Hospital bekommt davon 296000 Euro. Das Marienhospital Steinfurt erhält 352000 Euro, das Marienhospital Emsdetten 296000 Euro.

Ulrich Scheer, kaufmännischer Geschäftsführer der CKT-Gruppe, bedankte sich während des Besuchs bei Gesundheitsminister Laumann für die Bereitstellung der Fördermittel. Scheer erläuterte, wie die Fördermittel aus dem Konjunkturprogramm eingesetzt werden. So hat sich die Geschäftsführung nach eingehender Beratung und in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der CKT-Gruppe zu Investitionen in den Energieversorgungsbereich entschlossen. Scheer: „Für diesen Bereich waren in den zurückliegenden Jahrzehnten nie auch nur annähernd die nötigen Investitionsmittel bei den Kliniken vorhanden.“ Außerdem hat sich der Energiebedarf im Laufe der Jahre deutlich verschoben. Die großen Dampferzeuger für die betriebseigenen Wäschereien und Krankenhausküchen brauchen heutzutage nicht mehr vorgehalten werden.

Nach Beratung durch das Institut für Energie und Umwelt BFE in Mühlhausen wurden die Planungen für ein wirtschaftliches und ökologisches Energiemanagement auf den Weg gebracht. Die drei Krankenhäuser werden jetzt mit Blockheizkraftwerken (BHKW) ausgestattet. Diese arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und zeichnen sich durch eine effektive Ausnutzung der eingesetzten Primärenergie aus. Allein durch den Einsatz der BHKW sind nach Berechnungen des Instituts für Energie und Umwelt CO² – Einsparungen in Höhe von 1000 Tonnen im Jahr zu erwarten.

Die Kosten für die Anschaffung und die Integrierung der drei Blockheizkraftwerke belaufen sich auf rund eine Millionen Euro. Die CKT-Gruppe wird weitere knapp 500 000 Euro aus eigenen Mitteln in neue Mess-, Steuer- und Regeltechnik für die Heizzentralen investieren, um den Einsatz der BHKW insgesamt zu optimieren.