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Jugendpsychiatrie – es geht um Kinderseelen

Quelle: Westfälische Nachrichten

Der kaufmännische Direktor des UKM, Dr. Christoph Hoppenheit  (Mitte), freut sich über den Feststellungsbescheid des Landes NRW. Im  Bild (v.l.): Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor, Marie-Theres  Kastner, Prof. Fürniss, Minister Laumann, Josef Rickfelder und Thomas  Paal. Foto:

Der kaufmännische Direktor des UKM, Dr. Christoph Hoppenheit (Mitte), freut sich über den Feststellungsbescheid des Landes NRW. Im Bild (v.l.): Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor, Marie-Theres Kastner, Prof. Fürniss, Minister Laumann, Josef Rickfelder und Thomas Paal. Foto:
(mm)



Münster – Neue Betten braucht das Land, findet Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Und diese Betten – die er gestern mit dem offiziellen Feststellungsbescheid anlieferte – sind besonders nötig. Weil es um Kinderseelen geht, die schnelle Hilfe brauchen.

Das Land NRW gibt grünes Licht für den Ausbau der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Münster (UKM). Die Bettenkapazität an der Schmeddingstraße wird somit um 20 auf 50 Betten erweitert. Magersucht, Missbrauch, suizidale Fälle, Verhaltensauffälligkeiten – eine Wartezeit von drei bis vier Monaten ist dem Gesundheitsminister und Vater von drei gesunden Kindern einfach zu lang. Er könne sich die Sorge der Eltern nur zu gut vorstellen.

Dass in seinem Hause keine „Schönwetter-Psychiatrie“ stattfindet, verdeutlichte der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Prof. Dr. Tilmann Fürniss. Im Vergleich zu früher, hätte sich die Erkrankungsrate zu heute verdreifacht. „Wir müssen früh intervenieren und nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.“

Gesundheitsminister Laumann danke für die gute Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum, das schwarze Zahlen schreibe und ein sehr gutes medizinisches Zentrum sei. Er lobte den guten Umgang mit dem Personal. Laumann: „So stellt man sich Gesundheitswirtschaft vor.“

„Wir können uns über die Zuweisung des Landes nicht beschweren“, freute sich Dr. Christoph Hoppenheit, kaufmännischer Direktor des UKM, der konkrete Pläne für die Erweiterung der Jugendpsychiatrie hat. „Ich bin dankbar, dass das hier zustande gekommen ist“, sagte Gesundheitsdezernent Thomas Paal. Dies sei ein großer Schritt nach vorn.

Heilfroh ist auch Marie-Theres Kastner zum nahenden Abschluss ihrer Zeit als Landtagsabgeordnete über die Aufstockung der Bettenzahl. Nah im Landtag an Laumann dran, hatte sie sich sehr dafür eingesetzt.

VON MARIA MEIK, MÜNSTER