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Mehr als Glück: Schornsteinfeger wollen überzeugen

Quelle: Westfälische Nachrichten

Mit jungen Azubis als Glücksbringern: (v.l.) Hilmar Breuer (Landesverband), Karl Heinz van Wesel (Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Münster), Hans-Günther Beyerstedt (Präsident des Zentral-Innungsverbands), Andreas Ehlert (Obermeister des Landes-Innungsverbands), Bürgermeisterin Marion Dirks, Minister Karl-Josef Laumann, Hans Rath (Präsident der Handwerkskammer Münster), Bernhard Schemmer (Landtagsabgeordneter).

Mit jungen Azubis als Glücksbringern: (v.l.) Hilmar Breuer (Landesverband), Karl Heinz van Wesel (Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Münster), Hans-Günther Beyerstedt (Präsident des Zentral-Innungsverbands), Andreas Ehlert (Obermeister des Landes-Innungsverbands), Bürgermeisterin Marion Dirks, Minister Karl-Josef Laumann, Hans Rath (Präsident der Handwerkskammer Münster), Bernhard Schemmer (Landtagsabgeordneter).
(Foto: ul)



Billerbeck. „Der Schornsteinfeger kam immer kurz vor Mittag, wenn das Essen auf dem Tisch stand. Das war schon bei unserer Mama so“, plauderte Karl-Josef Laumann, Landesminister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, aus dem Nähkästchen. „Klar, blieb der zum Essen. Wir Kinder fanden das toll, weil der immer viel zu erzählen hatte.“

Der CDU-Politiker war gestern zu Gast auf der Weissenburg, wo die Schornsteinfeger-Innung NRW ihren 64. Landesverbandstag durchführte. Der Billerbecker Karl Heinz van Wesel, Obermeister der Innung Münster, hatte dafür gesorgt, dass die alljährliche Fach-Tagung in seinem Heimatort stattfinden konnte. Während die Herren sich ernsten Themen widmeten, erkundeten die Damen die Sehenswürdigkeiten Billerbecks und des Münsterlands.

Die gewaltigen Veränderungen, die das neue Schornsteinfegerecht, das 2013 in Kraft tritt, mit sich bringt, standen im Vordergrund des Treffens. „Wir müssen den Kunden mit mehr Dienstleistung überzeugen“, betonte Andreas Ehlert, Obermeister der Landes-Innung NRW. In drei Jahren hat jeder Besitzer von Kaminen und Öfen die freie Wahl bei der Beauftragung des Unternehmens, das die notwendigen Kehr- und Prüfarbeiten durchführt. Das sind enorme Neuerungen für eine Berufsgruppe mit 1512 Betrieben in NRW.

Viel Applaus erntete Minister Laumann für seinen kurzweiligen Vortrag zum Thema „Zukunft Handwerk und Arbeitsplätze“. „So eine Kugel ist schnell durch den Kamin geschmissen. Passt mal auf, dass ihr demnächst nicht mehr Zeit darauf verwenden müsst, Formulare auszufüllen“, lautete die launige Warnung des Riesenbeckers, der gerne eine Lanze bricht für Entbürokratisierung auf allen Ebenen.

VON VON ULLA WOLANEWITZ