Suche
Suche Menü

Potthucke und Politik im Wahlkampf

 

Quelle: Münsterländische Volkszeitung

Der traditionelle kulinarisch-politische Abend der CDU Neuenkirchen am Montagabend bei Lorenbeck war gut besucht.

Der traditionelle kulinarisch-politische Abend der CDU Neuenkirchen am Montagabend bei Lorenbeck war gut besucht.



-kös- Neuenkirchen. „Wie man Karl-Josef am besten beschreiben kann? Der Mann ist einfach Kult, hat meine Tochter gesagt“, begrüßte Herbert Albers, Vorsitzender der CDU Neuenkirchen am Montagabend die 60 Anwesenden in der Gaststätte Lorenbeck. Unter ihnen Hannelore Brüning, die den Landtag bald verlässt, und Christina Schulze-Föcking, die ihr nachfolgen will, sowie Bürgermeister Franz Möllering und die Neuenkirchener Orts-Fraktion mit ihrem Vorsitzenden Nico von Royen.

Er ist schon Tradition, der kulinarisch-politische Abend der Partei im Frühjahr, jeweils mit einem hochkarätigen Landespolitiker. Und das nicht nur zur Wahlkampf-Zeit. In diesem Jahr sprach der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales vor einem vollen Saal und einem westfälischen Buffet von Alfons Lorenbeck.

 

Laumann

Laumann



Natürlich war die Rede von Karl-Josef Laumann in diesem Jahr geprägt von Wahlkampf: dass die SPD nicht mit Geld umgehen könne, zu wenig investiere, dafür umso mehr Geld ausgebe, das sie gar nicht habe. Sein Fazit: „Regieren mit Geld kann jeder, regieren ohne Geld können nur wir“. Die jetzige Landesregierung habe 2009 weniger ausgegeben als sie 2008 eingenommen habe. „Weder die Arbeitnehmer noch die Arbeitgeber, gerade die mittelständischen, haben die Wirtschaftskrise zu verantworten. Daher muss man ihnen helfen so gut es geht“.

Er halte am dreigliedrigen Schulsystem fest, sei aber nicht pauschal gegen die Einheitsschule. In NRW gebe es von beiden Systemen gute und schlechte Bespiele. Nur: „Wenn man die Einheitsschule allein durchsetzt, heißt das das Ende von Gymnasium, Real- und Hauptschule. Und auch das Ende der Einheitsschule“, sagte Laumann. Überzeugungsarbeit müssten nicht nur die Politiker, sondern jeder einzelne am Mittagstisch mit den Kindern, am Gartenzaun mit dem Nachbarn, am Arbeitsplatz mit dem Kollegen leisten.

Wie immer eröffnete Alfons Lorenbeck sein fantastisches warmes Buffet, indem er die Spezialitäten zuerst erklärte: Münsteraner Rosenkranz (Himmel und Erde mit Bratwürstchen), ostwestfälischen Potthast, Potthucke und Münsterländer Schweineweiß (Kasseler mit Meerrettich-Sauce). Beschreibende französische Ausdrücke übersetzte Lorenbeck nonchalant für den Minister auf Platt