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Krebsforscher entdeckt neuen Tumor

Quelle: Westfälische Nachrichten

Minister Karl-Josef Laumann (M.) informierte sich bei Dr. Hans-Joachim Schulze (2.v.l.) über dessen Erstbeobachtung - das Mastzellenkarzinom auf der Haut. Foto:

Minister Karl-Josef Laumann (M.) informierte sich bei Dr. Hans-Joachim Schulze (2.v.l.) über dessen Erstbeobachtung – das Mastzellenkarzinom auf der Haut. Foto:
(Matthias Ahlke)



Münster – „Es ist von großem Vorteil, dass wir in dieser Klinik eben auch forschen können.“ Privatdozent Dr. Hans-Joachim Schulze hat gut reden: Dem Leiter des Hauttumorzentrums Hornheide ist vor Kurzem ein Streich gelungen, der in Ärztekreisen als „histologische Erst­beobachtung“ bezeichnet und entsprechend gefeiert wird. Er entdeckte einen Mastzellentumor, der normalerweise am Knochen entsteht, an der Haut.

Mastzellen, weiße Blutkörperchen, entstehen im Knochenmark. Als Teil des Immunsystems sind sie an der Abwehr von Bakterien und Mikroben beteiligt. Die bösartige Veränderung dieser Zellen, die Mastzellleukämie, breitet sich normalerweise vom Knochenmark im Körper aus. Dass sich ein solcher Tumor zunächst an der Haut bildet, sei bislang nur bei Tieren beobachtet worden.

Schulzes Entdeckung ist ein weiterer Schritt zu einer verfeinerten Diagnostik von Tumoren. Das 2009 zertifizierte Hauttumorzentrum in Handorf ist das größte seiner Art in Deutschland – und auch in der Diagnostik führend. Gestern Abend machte der nordhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laufmann in Hornheide Station. Er informierte sich über die stetige Zunahme von Hauterkrankungen – und stellte sich der gesundheitspolitischen Diskussion.

Der Fachkräftemangel, hieß es, werde auch in Hornheide ein wichtiges Thema. Man begegne ihm dort mit attraktiv gestalteten Arbeitsplätzen.