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Wirtschaftlich solide und sehr sozial


Quelle: Westfälische Nachrichten

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (l.) überreichte  den Bewilligungsbescheid über 50 000 Euro für den Neubau an  Geschäftsführer Ulrich Hohenbrink. Die gleiche Summe sicherte Ulrich  Adlhoch (r.) vom LWL zu. Foto:

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (l.) überreichte den Bewilligungsbescheid über 50 000 Euro für den Neubau an Geschäftsführer Ulrich Hohenbrink. Die gleiche Summe sicherte Ulrich Adlhoch (r.) vom LWL zu. Foto:
(hö)



Münster – Was mit Rümpelfix vor 30 Jahren begann, ist heute unter dem Namen HFR GmbH (Holz, Fahrrad, Rümpelfix) eines der ältesten und obendrein erfolgreichen Integrationsunternehmen Deutschlands, das psychisch Kranken den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglicht. Dass sich der Second-Hand-Betrieb, der sukzessive um eine Fahrradwerkstatt und eine Tischlerei erweitert wurde, so lange am Markt behauptet hat, zeige, dass „soziales Engagement und betriebswirtschaftlicher Erfolg vereinbar sind“, lobte gestern Karl-Josef Laumann bei seinem Betriebsbesuch. Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister überreichte persönlich den Bewilligungsbescheid über 50 000 Euro für einen Erweiterungsbau auf der Loddenheide.

Auf ein 1600 Quadratmeter großes Grundstück soll die expandierende Tischlerei ziehen, bei der auch die Stadt Münster unter anderem für Kindergärten „immer wieder gerne Möbel fertigen lässt“, betonte Oberbürgermeister Markus Lewe.

Am alten Standort an der Bremer Straße wird damit Platz geschaffen für ein modernes „Second-Hand-Kaufhaus mit Erlebnischarakter“, so Ulrich Adlhoch vom Integrationsamt des Landschaftsverbandes, der die HFR als wirtschaftlich solides Unternehmen lobte. „Mit einem sozialen Mäntelchen bekommt man keine Aufträge.“ Deshalb beteiligt sich das LWL-Integrationsamt ebenfalls mit 50 000 Euro an dem Projekt. Um die Gesamtkosten in Höhe von 970 000 Euro tragen zu können, wurden Zuschüsse von insgesamt 350 000 Euro bei der Aktion Mensch und bei der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW beantragt.

Durch Umbau und Erweiterung „können sieben weitere Arbeitsplätze geschaffen werden, davon fünf für Menschen mit Behinderung“, freut sich Betriebsleiter Wolfgang Effing. Derzeit arbeiten an der Bremer Straße 20 Mitarbeiter, davon elf Schwerbehinderte.