Suche
Suche Menü

Streicheln gehört dazu

 

Quelle: Westfälisch Nachrichten

Streicheln erlaubt: Der KAB-Bezirksvorsitzende Karl Josef Laumann (Mitte), Bezirkssekretär Karl Schoppe (r.) und der Metelener KAB-Chef Werner Bever versprechen ein gelungenes Familienfest am 25. April.Foto:

Streicheln erlaubt: Der KAB-Bezirksvorsitzende Karl Josef Laumann (Mitte), Bezirkssekretär Karl Schoppe (r.) und der Metelener KAB-Chef Werner Bever versprechen ein gelungenes Familienfest am 25. April.Foto:
(Achim Giersberg)



Metelen/Kreis Steinfurt – Knuddeln mit einem veritablen Minister: Das Ziegenbaby scheints zu genießen – oder ist es doch eher das Futter, dass es so zutraulich macht? Auch Arbeitsminister Karl-Josef Laumann bekommt gestern Nachmittag im Abenteuerzoo Metelen seine Streicheleinheiten ab: „Unser Aushängeschild“ nennt KAB-Bezirkssekretär Karl Schoppe seinen Vorsitzenden. Der lacht: „Wenn nur die KABler wählen würden, müsste ich mir keine Sorgen machen.“

Doch eine Wahlkampfveranstaltung für Laumann soll der KAB-Familientag am 25. April ab 10 Uhr im Metelener Abenteuerzoo keinesfalls sein. Der Termin stehe schon seit 1,5 Jahren fest beteuert Schoppe. Bei dem Großevent, das alle zwei Jahre stattfindet und für das sich schon über 800 Menschen angemeldet haben, gehe es um Politik nur am Rande.

„Wir haben einen netten Austausch, die Atmosphäre stimmt, viele Kinder sind da und die Leute haben die gleiche Ticke. Das ist immer schön“, sagt Laumann. Das Programm sei ganz auf Familien abgestimmt: Schatzsuche, Show-Fütterung der Tiere, Riesenhüpfburgen, Kinderkarussells, eine Luftballonaktion, Infostände und vieles mehr. Auch die Preise seien familienfreundlich. Erwachsene zahlen vier Euro, Kinder gar nichts, Getränke und Verpflegung sind günstig.

In den Familien sieht der KAB-Vorsitzende Laumann denn auch die Zukunft der KAB. Sie an einem solchen Tag auch einmal ein bisschen zu streicheln, das gehöre einfach dazu. Unumwunden gibt er zu, dass es schwer sei, Jugendliche für die KAB zu begeistern. Mit zunehmender Säkularisierung der Gesellschaft schwinde auch die Attraktivität der KAB. Er sei froh, dass der KAB-Bezirk Nordmünsterland einer der wenigen in Deutschland sei, der noch nicht an Mitgliederschwund leide, auch wenn die Überalterung zunehme. Familien mit kleinen Kindern dagegen schätzten die KAB. „Überall, wo wir Familienkreise aufmachen, haben wir Zulauf“, freut sich Schoppe. Im Übrigen seien nicht nur Mitglieder beim Familienfest willkommen, sondern alle, die gerne einmal die KAB und ihre Arbeit kennenlernen möchten

Und was wünscht die KAB sich von dem Politiker Laumann? „Weniger Leiharbeit, mehr Einsatz für einen Mindestlohn“, sagt Werner Bever, KAB-Chef in Metelen. „Alle KAB-Forderungen kann selbst ich nicht erfüllen“, entgegnet da Laumann. Auch wenn Wahlkampf ist – irgendwann haben die Streicheleinheiten eben auch ein Ende.