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Den Sonntag aus der Zeiterfassung heraushalten

 

Quelle: Münsterländische Volkszeitung

NRW-Minister Karl-Josef Laumann (l.) bekam symbolisch noch etwas Infomaterial von Andreas Oehlke (r.) mit auf den Weg.

NRW-Minister Karl-Josef Laumann (l.) bekam symbolisch noch etwas Infomaterial von Andreas Oehlke (r.) mit auf den Weg.
(Foto: Uckelmann)



Rheine. NRW-Minister Karl-Josef Laumann hat am Sonntag die LWL-Ausstellung „Zeit ist Geld“ feierlich im Textilmuseum Rheine eröffnet. Applaus erntete er für seine Auffassung, dass man den Sonntag nicht dem wöchentlichen Zeittakt unterwerfen sollte, sondern dieser weiterhin für Familie und Regeneration stehen sollte. Begrüßt wurden der Minister und alle anwesenden Gäste mit einer musikalischen Darbietung des Schubert Chors Rheine und einer Einführung durch die Vorsitzende des Textilmuseums Birgit Kehne.

Der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales verfolgte das kulturelle Programm, ehe er selbst einige Worte zur Geschichte der industriellen Zeiterfassung und deren aktuellen Entwicklung sagte.

 

Zeit ist Geld: Die Stempeluhr erfasste die Arbeitszeit.

Zeit ist Geld: Die Stempeluhr erfasste die Arbeitszeit.
(Foto: Uckelmann)



Zum Thema „Flexible Arbeitszeitgestaltung heute“ referierte Minister Laumann und stellte klar: „Arbeit ist ein Wert an sich. Der lässt sich mit Zeitmessgeräten aber nicht vollständig bewerten.“ Dennoch warnte er: „Flexible Arbeitszeiten benötigen klare Regelungen!“ Um erfolgreicher arbeiten zu können, ginge es vor allem um die Frage nach der Qualität des Verhältnisses von Arbeit, Leben und Zeit: „Betriebliche Organisationen sind eben mehr als die Summe von Technik und Menschen“, folgerte der Arbeitsminister.

 

Zentrales Thema: Die Zeit.

Zentrales Thema: Die Zeit.
(Foto: Uckelmann)



Für die stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Helmes ist das Museum ein wichtiges Stück Geschichte, das nicht verloren gehen dürfe: „Ich habe echtes Herzblut für dieses Museum“, betonte sie.

 

Musikalische Unterstützung vom Schubert Chor Rheine.

Musikalische Unterstützung vom Schubert Chor Rheine.
(Foto: Uckelmann)



Ähnlich engagiert äußerte sich der Veranstaltungsorganisator Andreas Oehlke in seiner Rede: „Die Stechuhr ist das Symbol der industriellen Arbeitswelt. Der Blick zur Uhr bestimmt unseren Alltag.“ Wie in einem Uhrwerk ein Rad ins andere greift, mussten in der Zeit der Industrialisierung auch die Arbeiter „funktionieren“.

Die Ausstellung Zeit ist Geld lässt ein Stück Industriegeschichte lebendig werden. Zu sehen sind einige textilhistorische Objekte und Dokumente. „Ein echtes kulturelles Highlight in Rheine“, freute sich Birgit Kehne den zahlreich erschienenden Gästen das Museum zu zeigen.

Die Ausstellung wird vom 11. April bis zum 9. Mai von dienstags bis freitags von 15 bis 18 und samstags/sonntags von 11 bis 18 Uhr im Textilmuseum Rheine, Humboldtplatz 4 gezeigt. Der Eintritt kostet zwei Euro, Führungen sind auf Anfrage ( 05971/10018) möglich.