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Cpk verspricht Standort-Treue

 

Quelle: Westfälische Nachrichten

NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann ließ sich von Gesellschafter Robert Grodde in die Geheimnisse der Firma cpk in Handorf einweihen. Foto:

NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann ließ sich von Gesellschafter Robert Grodde in die Geheimnisse der Firma cpk in Handorf einweihen. Foto:
(cro)



Münster – Da staunte Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann nicht schlecht: „Und es wird auch noch der Wirtschaftstandort Deutschland gefördert?“, fragte Laumann beim Geschäftsführer von „Cpk automotive und biologic“, Günter Grodde, noch einmal nach. Der Arbeitsminister ließ sich bei einer Stippvisite auf Einladung von CDU-Landtagskandidaten Josef Rickfelder die Arbeit der Firma im Gewerbegebiet Gildenweg vorstellen – und die fertigt in Deutschland und verzichtet bewusst auf die Produktionsstätten im Osten.

„Unsere Firma hat zwei Schwerpunkte“, erklärte der Geschäftsführer. Zum einen gehe es um Bio-Abfalltonnen, zum  anderen um die Autoindustrie – dort seien Diesel- und Rußpartikelfilter gefragt. Laumann zeigte sich von den Produkten der Firma, die in Deutschland fertigt, allerdings nicht am Standort Handorf, begeistert, auch wenn ihm der Geruch der vermodernden Biotonne offenbar in die Nase stieg. „Wir entwickeln Filter, die auf Basis von Kokos und speziellen Bakterienstämmen dafür sorgen, dass die Tonnen eben nicht mehr stinken“, erläuterte Grodde. Dabei mache die Firma in erster Linie die Kopfarbeit für neue Produkte. „In der Zwischenzeit haben wir insgesamt rund 120 verschiedene Patente anmelden können.“

Laumann lobte besonders das Engagement von Cpk, die einige Verpackungen mit großem Erfolg von Westfalenfleiß fertigen lässt und in naher Zukunft auch vier weitere Arbeitsplätze in Handorf schaffen will. „Wenn wir etwas in Deutschland erfinden, aber die Wertschöpfung nicht im Land bleibt, sondern ins Ausland fließt, ist das in etwa so, als würden wir nichts zu essen verkaufen, sondern nur Speisekarten“, so der Vergleich des Arbeitsminister.

Bei einer Betriebsführung konnte sich Minister Karl-Josef Laumann dann auch vor Ort von den Produkten wie Motorenfilter oder chemischen Aktivatoren, beispielsweise für Aquarienfilter, überzeugen.

„Es ist sehr spannend, welche Firmen sich in Münster niederlassen und zu beobachten, wie der Wirtschaftsstandort Westfalen wächst.“ Denn er stamme selber aus dem Münsterland und ihm liege viel an der Region.

Auch Grodde bestätigte die Vorzüge von Münster. „Wir haben zwar in der Schweiz rund 85 Prozent Marktanteil und wollen nun auch nach Russland und Japan expandieren, aber werden dem Standort Handorf treu bleiben.“