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Hoher Besuch zum Spatenstich – Kompetenzzentren 2013 fertig

Quelle: Münstersche Zeitung

MECKLENBECK Heute ist am Haus Kump der erste Spatenstich für den Neubau eines Gestaltungs- und Medientransferzentrums sowie Kompetenzzentrums für Fachwerk der Handwerkskammer erfolgt. Dazu kamen prominente Gäste zum „heimlichen Rathaus“ des Westens der Stadt Münster.

Spatenstich für das Projekt „Haus Kump" der HWK
Die Prominenten beim ersten Spatenstich am Haus Kump. Hier entsteht in den nächsten Monaten eine HWK-Zentrum.

Foto: Jean-Marie Tronquet

NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers war zu Gast, ebenso wie Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann. Laumann hatte schon im August 2009 einen Förderbescheid des Landes in Höhe von 2 Millionen Euro überbracht. Der ganze Umbau soll etwa 10 Millionen Euro kosten. Die Hälfte zahlt der Bund, den Rest die HWK selbst.

NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben, Bürgermeisterin Karin Reismann, Stadtdirektor Hartwig Schultheiß und Handwerkskammer-Präsident Hans Rath waren ebenfalls vor Ort. Bei Nieselwetter stießen sie auf den Neubau an, der ab jetzt entsteht.

Warum die Fertigstellung noch weit in der Zukunft liegt

Das Gestaltungs- und Medientransferzentrum sowie das Fachwerk-Kompetenzzentrum sollen im Jahr 2013 fertig sein. Die Arbeiten dauern so lange, weil nach Auskunft von Sprecher Hubertus Kost in den uralten, um 1549 erbauten Gebäuden noch Untersuchungen nötig sind. Außerdem müsste bei einigen Umbauarbeiten die historische Bausubstanz beachtet werden, was ebenfalls Zeit koste.

Um die Kompetenzzentren zu errichten, lässt die Handwerkskammer das Haupthaus und das angrenzende Stallgebäude abreißen.
Sie werden im Stil einer westfälischen Feldscheune, so Architekt Klaus Grahl, neu errichtet – inklusive des typischen Mauerwerks und einer komplett verglasten Fassade im oberen Bereich. Die Fassade könne durch Holzlamellen, wie sie auch an der Seite des Speichers angebracht sind, in vier Stufen ganz geöffnet, teilweise geschlossen und ganz geschlossen werden.

Die Wirkung soll nicht beeinträchtigt werden

Die drei übrigen Gebäude, darunter der denkmalgeschützte und 1978 restaurierte Speicher, erhalten außen eine Erneuerung und innen einen Ausbau. „Durch unsere Arbeiten soll die Wirkung der historischen Gebäude auf keinen Fall beeinträchtigt werden“, erklärt Grahl.

Das Gestaltungs- und Medientransferzentrum soll eine bessere Verknüpfung von Form- und Farbgebung mit neuen Medien und IT-Werkzeugen ermöglichen. Es setzt die Arbeit der 1991 gegründeten „Akademie für Gestaltung“ fort und bietet zusätzlich Schulungen sowie Beratungen an. Das Fachwerk-Kompetenzzentrum soll der Entwicklung, Planung und Erstellung moderner Fachwerk- und anderer Holzkonstruktionen dienen.

Historische Bedeutung

Das Haus Kump und der Komplex im Umfeld atmet Geschichte. Es handelt sich dabei um eine alte Hofanlage, dessen Speicher zum Beispiel ein Gebäude aus dem Jahre 1594 ist. Demnächst sollen hier und in den Neubauten nebenan Fachwerke entwickelt und geplant werden.


ZUR SACHE

Von Haus Kump als „heimliches Rathaus des Westens Münsters“ sprach übrigens Karl-Heinz Pötter im Jahre 2006, als er als Vorsitzender des Mecklenbecker Geschichts- und Heimatkreises mit unserer Redaktion über das Denkmal sprach.