Suche
Suche Menü

Gegen Kinderarbeit – NRW kauft fair!

Quelle: CDA Deutschlands

Die Erkenntnisse der Indienreise des nordrhein-westfälischen Arbeitsministers Karl-Josef Laumann vom 8. bis zum 12. Januar, bei der er sich ein Bild von Kinderarbeit in Steinbrüchen gemacht hatte, werden jetzt in Nordrhein-Westfalen konkret umgesetzt. „Die Landesregierung setzt alles daran, dass öffentliche Auftraggeber keine Produkte beschaffen dürfen, die nachweislich durch die schlimmsten Formen von Kinderarbeit hergestellt wurden. Die öffentliche Hand geht mit gutem Beispiel voran“, erklärte Laumann, der auch CDA-Bundesvorsitzender ist. Einen entsprechenden Erlass des Wirtschaftsministeriums hatte das nordrhein-westfälische Landeskabinett zuvor verabschiedet.

Laumanns Bericht über seine Eindrücke und Gespräche in Indien war für das Kabinett Anlass, verschiedene Schritte zu beschließen, um die Lieferung von Produkten, die mit Kinderarbeit hergestellt wurden, zu erschweren oder möglichst zu unterbinden. Eine der Maßnahmen dazu ist die Selbstbindung der Landesregierung bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen. „Ich hoffe, dass sich auch die Kommunen und Kommunalverbände bei unserem Vorgehen gegen Kinderarbeit anschließen und den Erlass ebenfalls anwenden“, sagte Laumann.

Der Runderlass setzt darauf, dass ein Bieter bereits bei der Eignungsprüfung zu belegen hat, dass er wissentlich keine Produkte, die mit Kinderarbeit hergestellt wurden, im Rahmen eines Vergabe-Verfahrens anbietet. Hierbei wird unter anderem auf die Zertifizierung von Natursteinen gesetzt. „Wir machen uns dafür stark, dass auf unseren Friedhöfen keine Steine aufgestellt werden, die beispielsweise in Indien von Kinderhänden hergestellt wurden“, sagte Laumann. „Ich habe dort die Steinbrüche gesehen, in denen die Kinder unter erbarmungswürdigen Umständen mit primitiven Werkzeugen die Steine bearbeiten müssen.“

Mehr zu den Aktivitäten der CDA gegen ausbeuterische Kinderarbeit auf http://www.cda-gegen-kinderarbeit.de/