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CDU nimmt die nächsten Wahlen ins Visier

Quelle: Münsterländische Volkszeitung

Eine stattliche Anzahl von erschienenen CDU-Mitgliedern begrüßte  die neue Stadtunionsvorsitzende Monika Lulay zur Versammlung im Saal  Rielmann.

Eine stattliche Anzahl von erschienenen CDU-Mitgliedern begrüßte die neue Stadtunionsvorsitzende Monika Lulay zur Versammlung im Saal Rielmann.
(Foto: Nienhaus)



Rheine. Die CDU Rheine hat ein knappes halbes Jahr nach der Kommunalwahl bereits die nächsten Urnengänge in den Blick genommen. Natürlich stand auch die im Mai anstehende Landtagswahl im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung im Gasthaus Rielmann, zu der am Samstag der hiesige Wahlkreiskandidat Karl-Josef Laumann mehr als pünktlich erschienen war, um unter anderem eine ganze Reihe von langjährigen Mitgliedern zu ehren.

In einem Grundsatzreferat zog der NRW-Arbeits- und Sozialminister eine positive Bilanz der zu Ende gehenden Legislaturperiode, zu deren Beginn eine CDU-FDP-Koalition die zuvor 40 Jahre währende Regentschaft der Sozialdemokraten abgelöst hatten. „In Nordrhein-Westfalen gibt es keine Wechselstimmung“, meinte Laumann und gab sich zuversichtlich, auch nach den Wahlen in der bisherigen Konstellation weiterregieren zu können.

Aber auch die nächste Kommunalwahl hat der neu formierte Stadtunions-Vorstand mit Monika Lulay an der Spitze bereits ins Visier genommen. „Wir haben viel vor, auch wenn der Weg bis 2014 noch lang ist“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Martin Beckmann, der den versammelten Mitgliedern die Ergebnisse einer Klausurtagung von Vorstand und Fraktion vortrug. Beckmann fügte hinzu: „Wir müssen schon jetzt die Aufgaben in Angriff nehmen.“

Den Ansatz sucht die CDU nach dem ernüchternden Ergebnis der 2009er Wahlen, die den Verlust der absoluten Mehrheit brachten, in einer Stärkung der Stadtteilunionen. „Hier sehen wir ein Alleinstellungsmerkmal, das wir mit Blick auf 2014 pflegen müssen“, betonte Beckmann. So werde es bereits in wenigen Tagen eine Ortsvorsitzendenkonferenz geben, in der die Ergebnisse der Klausurtagung umgesetzt werden sollen.

Ein wichtiges Thema im Hinblick auf die kommenden Jahre sei der Generationenwechsel. „68 Prozent unserer Mitglieder sind älter als 60 Jahre“, sagte Beckmann. Hier setze der neue Vorstand auf eine aktive Mitglieder- und Kandidaten-Rekrutierung.

Andree Hachmann berichtete der Versammlung über die Ergebnisse eines Arbeitskreises, der sich mit den Ergebnissen der vergangenen Kommunalwahl beschäftigt hatte. „Die Wahl ist für uns sehr gemischt gelaufen, so dass wir uns die Frage stellen mussten: Was ist falsch gelaufen?“, zog er kritisch Bilanz. Vor allem der Verlust der absoluten Ratsmehrheit habe geschmerzt, während die herbe Niederlage des Bürgermeisterkandidaten Georg Beckmann wohl eher aus der Popularität der Amtsinhaberin Angelika Kordfelder zu erklären gewesen sei. Mit einer Fragebogenaktion in der Mitgliedschaft wolle der neue Vorstand jetzt Ansätze für die Zukunft entwickeln, warb er für eine hohen Rücklauf.