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Kunstauktion 1370 Euro für Haiti – Laumann ersteigert die Ems

Quelle: Emsdettener Volkszeitung

 

EMSDETTEN Eine Kunstversteigerung für Haiti. Das lockte keine Massen zum Bahnhof. Wer kam, wollte aber auch ein Bild oder eine Skulptur mitnehmen. So kam alles unter den Hammer. Und Minister Karl-Josef Laumann musste gar nicht erst als Auktionator auf die Bühne: Er selbst steigerte mit. Und sicherte sich eine Emslandschaft von Heinz Mussenbrock.
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Der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW, Karl-Josef Laumann (r.), ersteigerte ein Bild von Heinz Mussenbrock, das ihm von Mitorganisator Ralf Schacke (l.) überreicht wurde.

Foto: Bernd Oberheim

Nur zögerlich versammelte sich am Sonntagmorgen eine kleine Schar Kunstinteressierter vor der Bühne im Bahnhofsfoyer. Zuerst wurden die gestifteten Arbeiten begutachtet. Dann schwang Markus Bisping den Hammer, der dank zahlreicher JU-Versteigerungsaktionen, die immer in der Vorweihnachtszeit stattfinden, durchaus geübt Geldgebote entlockte.

„310 Euro für die Skulptur, da brauchen wir bei uns eine ganze Stunde Zeit, weil wir amerikanisch versteigern“, lachte er, als gerade eine Skulptur von Kristian Niemann höchstbietend verkauft worden war. Am Sonntag ging es am Bahnhof neben dem MoZ nicht amerikanisch zu. Nicht Euro für Euro wurde gesammelt, das allerhöchste Gebot zählte. Davon gab es einige. Alle neun Kunstwerke, allesamt von Emsdettener Künstlern gestiftet, konnten an den Bürger gebracht werden.

Die Arme von zwei Konkurrenten schnellen hoch

Vielfach hatte sich der ein oder andere Besucher genau festgelegt, was er ersteigern wollte. So gab es meistens zwei, höchstens drei Interessenten für ein Bild. Dabei war gar nicht so entscheidend, wie hoch das Mindestgebot festgelegt worden war. Dicki Lohmann hatte die Bronzefigur eines französischen Künstlers gespendet, die den „Denker“ zeigt. 30 Euro war das Mindestgebot. Die Arme von zwei Konkurrenten schnellten nacheinander hoch. Am Ende bekam ein junger Mann den Zuschlag: 100 Euro. Das alles unter den Augen von Karl-Josef Laumann, dem Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW, der ebenfalls seine Unterstützung für „Emsdetten hilft – Haiti“ zugesagt hatte. Und Laumann übernahm nicht nur den Job des Besuchers, des Magneten, er steigerte auch selbst mit. „Nein, so ganz moderne Kunst, das ist nichts für mich und meine Frau“, verriet er so ganz nebenbei und bot mit.

Laumann erkundigt sich nach dem Künstler

Ganz gezielt wartete Laumann ab, bis das Landschaftsbild von Heinz Mussenbrock auf die Bühne kam. Für 110 Euro konnte es der Minister durchaus froh mitnehmen, wollte genau wissen, welches Stück Emslandschaft darauf zu sehen ist und erkundigte sich nach dem Künstler: „Heinz Mussenbrock, den kennt man doch. Der ist in Emsdetten doch ganz bekannt“, erklärte prompt CDU-Ratsfrau Anneliese Meyer z.A.

Nach genau einer Dreiviertelstunde waren alle neun gespendeten Arbeiten versteigert. 1370 Euro hatte die Aktion erbracht. Zufriedene Gesichter bei den Maltesern vom Veranstalterteam: „Ich hätte nicht gedacht, dass bei diesem Andrang wirklich alles so schnell unter den Hammer kommt“, sagte Marcel Schlüter vom MHD-Team und rechnete zusammen.

10.000 Euro Spendensumme – MHD-Team zufrieden

„Mit den Einnahmen vom Poetry-Slam am Vorabend und dem Primelchen-Verkauf müssten wir die Schallmauer von 10.000 Euro bei der Gesamt-Spendensumme durchbrochen haben.“ Die Kunstauktion lieferte einen Beitrag.