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Gegenseitige Unterstützung in der Pflege
Der CDA-Bundesvorstand hat auf seiner Sitzung im März 2017 einen Beschluss zum schnelleren Ausbau der Erwerbsminderungsrente gefasst. Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht bislang vor, dass die Zurechnungszeiten in jährlichen Schritten von 62 auf 65 Jahre angehoben werden: 2018 und 2019 um je drei Monate und dann bis 2024 jeweils um sechs Monate. Der Bundesvorsitzende der CDA Deutschlands, Karl-Josef Laumann, sagt dazu:
„Die CDA begrüßt, dass die Regierungskoalition bereits zum zweiten Mal in dieser Legislaturperiode Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente vornimmt. Die jetzt vorgeschlagene Erhöhung ist aber insgesamt zu gering und verliert durch die zeitliche Streckung zusätzlich an Wirkungskraft.“

Erhöhung der Erwerbsminderungsrente bereits 2018 voll umsetzen

„Der CDA-Bundesvorstand fordert die Regierungsfraktionen auf, den Regierungsentwurf nachzubessern und die Anpassung in einem Schritt zum 1. Januar 2018 umzusetzen. Die vorgesehenen Trippelschritte schaffen jedes Jahr neue Gruppen mit unterschiedlichen Ansprüchen. Das ist nicht vermittelbar und schadet dem Vertrauen in die Rentenversicherung“, führte Laumann weiter aus.

Erwerbsminderung ist Kernaufgabe der Rentenversicherung

Er betonte: „Der Schutz vor dem Risiko der Erwerbsminderung ist Kernaufgabe der gesetzlichen Rentenversicherung. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, muss sich darauf verlassen können, dass er nicht in die Grundsicherung fällt.“ Derzeit sind rund 50 Prozent der Bezieher von Grundsicherung im Alter erwerbsgemindert. Das Risiko bei Erwerbsunfähigkeit, auf Grundsicherung im Alter angewiesen zu sein, ist derzeit sechsmal so hoch, wie bei anderen Rentnern.